Ich hatte dir ja schon in meinen aktuellen Schmucke-Picks von meinem Wunsch einer Bildergalerie erzählt. Und da Bilder häufig noch schöner aussehen, wenn sie in einem Rahmen stecken, müssen diese vielen vielen Bilder in eben genauso viele Rahmen gesteckt werden. Und da kommen auch schon die ersten 2 Probleme: 1. Wäre ich jetzt mit diesen wenigen Bildern schon bei mindestens 20 € für die Rahmen und es sollen ja noch viel mehr Bilder werden… und 2. sind die Bilder auch alle unterschiedlich groß. Somit hätten einige Bilder einen Rand zum Rahmen und andere wiederum nicht.

Rahmen---Bilder-unterschiedliche-Größe

In meinem Kopf stelle ich mir das nicht schön vor! In solchen Fällen bleibt einem ja aber zum Glück noch die Möglichkeit, das Objekt der Träume selbst zu machen 😀 Es gibt ja unzählige Wege, sich einen Bilderrahmen selbst zu basteln. Dem Material sind hier ja auch keine Grenzen gesetzt! Ich habe schon welche aus Pappe, Ofenknete, Beton, Salzteig und auch gehäkelt gesehen. Und natürlich aus Holz 😉 Ich habe mich nun für eine Variante entschieden. Pappe ist nicht sonderlich teuer und lässt sich leicht verarbeiten.

Somit ist das Material, welches du für den Bilderrahmen benötigst auch sehr gering:

  • etwas festere PappeBildergalerie-Bilderrahmen---Materialübersicht
  • Schere
  • Geodreieck
  • Stift
  • Bild / Foto

 

 

 

 

Schritt 1: Vorzeichnen

Bildergalerie-Rahmen-Schritt-1

Da du den Bilderrahmen individuell an jedes Bild anpassen kannst, beginnst du damit, dein Bild mittig auf die Pappe zu legen. Es muss nicht 100%ig die Mitte sein, das Überschüssige wird am Ende abgeschnitten. Wenn du ein Bild hast, wo der Rand auch zu sehen sein sollte, musst du an allen Seiten noch einen kleinen Rand lassen.

Zeichne das Rechteck mit deinem Geodreieck auf die Pappe und erweitere diese Linien um ein paar cm.

Und nun beginnt auch schon der kreativere und individuelle Part. Auf dem 3. Bild siehst du um das Rechteck in der Mitte jeweils 2 unterschiedlich breite Streifen. Der 1. Streifen bestimmt die Höhe deines Bilderrahmens, also wie tief man in den Bilderrahmen hinein guckt (Bei meinem kleinen Bildchen z.B. 0,9 cm). Der 2. Streifen bestimmt die Dicke. Das ist der Teil, den du siehst, wenn du direkt auf den Rahmen drauf schaust (Bei mir 1,1 cm).

Damit die Linien auch wirklich gerade werden, mache dir die Eigenschaften des Geodreiecks zu nutze! Das spart enorm viel Zeit, da du nicht so viel abmessen und anzeichnen musst.

Merke dir diese beiden Maße, denn diese wiederholen sich nun in der gleichen Reihenfolge. Rahmen des Bildes – Höhe – Dicke – Höhe – Dicke – Fertig.

Bildergalerie-Rahmen-Schrägen und Auschneiden

Auch bei dem letzten Schritt macht sich das Geodreieck wieder sehr nützlich. In den 2. und 4. Streifen von 2 gegenüberliegenden Seiten müssen schräge Linien hinein. Nutze dafür einfach die Linien für den Rechtenwinkel, dann werden alle Linien gleich. Wie die Linien verlaufen schaust du dir am Besten von dem obrigen Bild ab!

Nun kannst du alles ausschneiden. Die Schraffierten Bereiche kommen in den Müll. Außerdem kann ich dir empfehlen, die Linien mit dem Lineal und der Schere leicht nachzufahren, so erleichterst du dir das genaue Falten.

Bildergalerie-Rahmen-Falzen

 

 

 

Schritt 2: Falten und zusammen stecken

Bildergalerie-Rahmen-Zusammenstecken

Alle Teile müssen zur Mitte hin gefaltet werden und das Bild hinein gelegt werden. Dann klappst du die Seiten ohne die Schräge wieder etwas auseinander und hältst die Seiten mit den Schräge gut mit den Fingern zusammen. Nun kommt der kniffelige Part: Das lange Teil, ohne die Schrägen, muss nun in die Ecken der anderen Seite. Sei dabei ganz vorsichtig, sonst könnte die Pappe einknicken oder sogar reißen. Das 3. Bild zeigt dir den Part, wo du zur Sicherheit noch Kleber auftragen kannst, damit der Rahmen nicht mehr auseinander rutschen kann. Trocknen lassen und aufhängen.

Zur Aufhängung kannst du entweder eine Schnur auf die Rückseite befestigen oder aber du verwendest spezielle Aufhängungen aus Draht, die man auf die Rückseite von Bildern kleben kann.
Aber ein etwas größerer Biegering tut es auch!

Ich finde die Rahmen wirklich klasse! Du kannst sie an jedes deiner Bilder anpassen. Die Farben kannst du selbst bestimmen, du kannst ja sogar gemustertes Papier verwenden oder aber du beklebst den Rahmen mit Dekoelementen! Und wenn es dich stört, dass dein Bild nicht vor Schmutz und Staub geschützt ist, kannst du auch einfach ein Stück Kunststofffolie mit hinein legen.

 

 

 

 

 

Variante 2

Falls dir der Aufwand aber zu hoch ist, zeig ich dir hier noch eine simple Variante. Übrigens lassen sich mit dieser Variante die Bilder auch leichter austauschen 😉

Dafür brauchst du:

  • Pappe
  • Stoff
  • Kleber
  • Schere
  • Fotoecken
  • ggf. Watte oder Vlies

 

 

 

Schritt 1: Den Rahmen bestimmen

Bildergalerie-Rahmen-Variante2--Schritt1

Auch bei dieser Variante kannst du zu jedem Bild einen passenden Rahmen zaubern. Schaue wie groß dein zu rahmendes Bild ist und überlege dir, wie breit dein Rahmen werden soll. Das zeichnest du dann auf die Pappe und schneidest es aus. Die innere Fläche kannst du entweder mit einem Cutter ausschneiden oder du stichst mit einem spitzen Stift oder der Schere ein Loch hinein. Von diesem Loch aus kannst du dann den inneren Teil ausschneiden, ohne den Rahmen durchzuschneiden. Ein Cutter ist hier aber definitiv komfortabler!

 

 

 

Schritt 2: Den Rahmen beziehen

Bildergalerie-Rahmen-Variante2--Schritt2

Nun zeichnest du dir den inneren Teil deines Rahmens auf den Stoff und schneidest ihn ein wenig zurecht. Es sollte noch genügend an den Rändern übrig bleiben, um diese an den Bilderrahmen kleben zu können. Außerdem musst du noch schräg zu den Ecken einen Schnitt machen, damit du den Stoff auch umschlagen kannst 😉

Bevor du die Äußeren Seiten an den Rahmen klebst, kann du noch Watte drunter schieben, so wird dein Rahmen es plastischer. Das ist aber kein Muss. Mit den Äußeren Seiten verfährst du genauso. Kleben, straff festkleben, trocknen lassen. Den überstehenden Stoff an den Ecken kannst du vorsichtig abschneiden.

 

 

 

Schritt 3: Das Bild einsetzten

Bildergalerie-Rahmen-Variante2--Schritt3

Zu guter letzte ziehst du deinem Bild die Fotoecken über und klebst es dann an die Rückseite deines Rahmens. Auch hier kannst du eine Schnur oder einen Biegring befestetigen oder eben einen dafür vorgesehenen Bildaufhänger 😉

 

 

Nun kannst du selbst loslegen. Ich werde mich nun noch an ein paar Bilder setzten und direkt einen passenden Rahmen für ihn basteln. Stetig füllt sich dann meine Bilder-Kiste 🙂 Einen dekorativen Sonntag wünsche ich dir, deine Ela♥

 

 


 

Na? Welcher Rahmen gefällt dir besser?

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