Na, hast du die Weihnachtssachen schon aus dem Keller geholt? Oder hältst du dich nicht an solche Regeln, wie „nicht vor Totensonntag weihnachtlich schmücken“, „Keine Wäsche zwischen Weihnachten und Neujahr waschen“ (Den Sinn habe ich ehrlich gesagt aber selbst nicht verstanden. Warum darf man die freien Tage nicht zum Waschen nutzen??) oder auch der Klassiker: „Gehe nicht unter einer Leiter hindurch, schon gar nicht, wenn dein Regenschirm im Haus geöffnet ist und gerade eine pechschwarze Katze an dir vorbei läuft“.

Ich denke, dass viele Sachen nicht mehr zeitgemäß sind. Die Weihnachtszeit ist so kurz und die Dekoration ist so schön und bereitet Freude, warum darf ich denn nicht schon Anfang November dekorieren, wenn die Kekse im Supermarkt noch frisch sind? Nur weil ich es mir zuhause schön mache, heißt es ja nicht, dass ich meine Oma nicht mehr lieb habe!

Aber ab morgen können wir mit ruhigem Gewissen mit dem Schmücken beginnen und es uns zuhause noch ein Ticken gemütlicher machen 😉

 

Nun beginnen wir aber mal mit der Reflexion unseres Novembers.

 

 

Zeitfresser finden

Schlagartig hatte ich mehr Zeit zur Verfügung! Von einem Tag auf den anderen! Was sich geändert hat? Die Schlüssel für die alte Wohnung waren abgegeben und ich bin (Leider, leider) nicht mehr zum Sport gegangen.

Nicht mehr regelmäßig in die alte Wohnung zu müssen, um dort Sachen raus zu holen oder zu Streichen, hat uns wieder viel Zeit geschenkt. Die Tätigkeiten an sich waren gar nicht so zeit intensiv. Es waren die Fahrten, die die meiste Zeit gefressen haben.

Das ist auch der Grund, warum ich kaum noch zum Sport kam. Der Weg von der Haustür bis zum Fitnessstudio dauert nur ca. 25 Minuten. Finde ich vollkommen okay. Vorher waren es zwar nur 8 Minuten zu Fuß und 3 mit dem Fahrrad, aber weniger als eine halbe Stunde sind echt kein Thema. Der Punkt, der mich vom Sport abhielt, war die Tatsache, dass der Zug nur einmal die Stunde fährt.

Ich musste meinen Sport so anpassen, dass ich nicht eine Stunde lang am Bahnhof warten muss. Damit mir der Spaß nicht verloren geht, trainiere ich gerne nach Lust und Laune. Ich habe Lust auf neue Geräte? Dann teste ich diese. Ich möchte lieber mehr Ausdauer machen, damit ich meine Podcast konzentrierter hören kann? Los geht’s!

Mit der festen Abfahrtszeit war es aber nicht mehr so möglich. Ich brauchte einen kleinen Puffer,falls ein Gerät aus meinem Plan belegt ist,  die Duschen voll sind oder ich meine Jeans einfach nicht schnell genug anbekomme.

Und wenn der Spaßfaktor nicht mehr dabei ist, fehlt einem bekanntlich auch die Motivation.

Also, die Zeitfresser habe ich enttarnt, aber nicht sinnvoll gelöst! Ich habe viel Zeit mit langweiligen Handygames verbracht, Instagram war auch ein großer Zeitfresser und die Zeiten im Zug waren auch verschwendet. Die einzige Aktivität, die zwar viel Zeit gefressen hat, aber ziemlich sinnvoll war: Ich war häufig abends so müde, dass ich schon um 21 Uhr schlief. 😉

Fazit: Ich sollte meine Zeit mehr für schöne Dinge nutzen!

 

 

Meditieren

Es gibt echt viele verschiedene Varianten der Meditation. Das war mir zwar irgendwie bewusst, dennoch bin ich zuvor immer auf sehr ähnliche Methoden gestoßen. Und somit geriet die Vielzahl an Möglichkeiten in Vergessenheit. Und auch hier ist es wie beim Sport: Ohne Motivation ist es wesentlich schwerer sich zu etwas zu überreden!

Wenn du es selbst noch nicht mit meditieren ausprobiert hast, möchte ich dir gerne kurz ein paar Varianten vorstelle. Denn ich denke, dass sehr viele, wenn nicht sogar alle, vom Meditieren profitieren können.

 

Yoga-Meditation

Leichte Bewegungen in Kombination mit einer bewussten Atmung sollen den gesamten Körper inklusive Seele in Einklang bringen. Klingt im ersten Moment bestimmt merkwürdig. Vor allem, wenn die spirituellen Themen für einen Fremd oder gar suspekt sind. Wenn man sich jedoch näher damit beschäftigt, besagt es an sich nur, dass man den Stress über einen Stöpsel raus fließen lässt, um frisch und sauber in den nächsten Tag zu starten.

Und die langsamen und bewussten Bewegungen führen dazu, dass man sich auf etwas fokussiert. Bei regelmäßiger Ausführung hilft es sogar dabei, seinen Alltag wieder viel bewusster wahrzunehmen, die schönen Dinge wieder eher zu sehen und man sich somit weniger stressen lässt. Denn das Leben ist plötzlich schöner!

 

Zen-Meditation und / oder Transzendentale Meditation

Die Spezialisten würden sagen, dass es 2 Grundverschiedene Methoden sind. Als Laie sage ich aber, dass es recht ähnliche Methoden sind. Hierbei setzt du dich hin und versuchst alle Gedanken die dich gerade beschäftigen „los zu werden“. Nicht krampfhaft, als wären sie etwas Böses, aber du nimmst sie wahr, ohne die Gedanken zu bewerten und lässt sie dann kommentarlos gehen. Um diesen Prozess zu „erleichtern“ konzentrierst du dich auf deine Atmung, in dem du zum Beispiel 3 Sekunden ein- und dann 5 Sekunden ausatmest. Und die Zyklen immer etwas verlängerst und dein Atem immer ruhiger wird. Oder du schaust einfach, wie sich dieser Atem anfühlt, an deiner Nasenspitze, in deinem Rachen in deinen Lungen. Wie bewegt sich dein Bauch dabei.

Oder du fokussierst deine Gedanken mit deiner Vorstellungskraft. Taste in Gedanken deinen ganzen Körper ab, wie fühlen sich deine Zehen an, spürst du deine Hacken? Stell dir vor, wie etwas wohlig warmes durch deinen Körper strömt. Ganz langsam von Körperteil zu Körperteil.
Manchmal fühlt es sich sogar leicht kribbelig an!

 

Autogenes-Training / Gedankenreise

Geführt von einer Stimme, die einem eine Geschichte erzählt oder einen Schritt für Schritt durch eine bewusste Auszeit führt. Du legst dich gerade und bequem auf dem Rücken hin, bei Bedarf kannst du dich zudecken, damit du nicht frierst und lauschst der Stimme von der CD, dem Video oder ähnlichem. Die Person nimmt dich mit auf eine Reise, auf die du dich gedanklich fokussierst und so die Geschwindigkeit aus dem Alltag nimmt. Für ein paar Minuten bist du in einer komplett anderen Welt und das führt dazu, dass du die Welt nach dieser entschleunigten Phase ganz anders wahrnimmst und auch den Alltag viel gelassener betrachten kannst. So als hättest du den Reset-Knopf gefunden.

An sich gibt es noch viele andere Möglichkeiten, wie du wieder Gelassenheit in deinen Alltag bringen kannst. Aber das sind für mich so die groben Bereiche der Meditation. Die Aktive mittels Bewegung, die dich deinen Körper bewusster spüren lassen.
Die sehr ruhige Methode, wo du nur mit dir selbst beschäftigt bist und einfach nur „bist“ und atmest. Quasi eine Leere in dir schaffst für ein paar Minuten.

Oder die ruhige Variante mit einer Art Ablenkung, um den Fokus weg von den immer wiederkehrenden negativen Gedanken weg zu leiten. Quasi die unterstützende Methode.

Ich persönlich finde die ruhige Variante sehr angenehm. Bei etwas Übung wird die Leere immer angenehmer, ich werde quasi „süchtig“ nach diesem Gefühl! Dennoch ist es schon ein Stück weit Arbeit, an nichts zu denken. Verrückt, oder?

 

 

Akkus laden

Wie schon erwähnt, hat sich mein Zeitkontingent für die freie Zeit schlagartig erhöht. Und da ­­macht sich bei mir ein immer wiederkehrendes Phänomenen breit: Ich nutze meine Zeit nicht mehr sinnvoll! Plötzlich fange ich an, meine neu gewonnene Zeit regelrecht zu verschwenden und verbringe mehr Zeit am Handy, schaue Dinge im Fernsehn oder Internet, die mich kaum interessieren. Und am Ende des Tages fühle ich mich eben auch nicht besser!

Dennoch konnte ich durch einige Tage ohne festem Tagespensum ein wenig meine Akkus aufladen, was ich aber definitiv noch optimieren muss in der kommenden Zeit. Ist doch schließlich schade um die gerade gewonnene Zeit. 😉

 

 

Einen freien Tag Pro Woche

­­­­Und auch hier hat sich der plötzliche Zeitwandel bemerkbar gemacht. Ich dachte, dass wird ein echt schwieriges Unterfangen. Ich habe schon herum überlegt und hin und her geschoben, wie ich auch in kleine Zeitfenster genügend To-Do’s stecken kann, um einen freien Tag in der Woche zu haben. Daraus wurden jetzt sogar wieder 2 freie Tage 😀

Aber auch hier wieder: Die Zeit muss ich nun nur noch sinnvoll nutzen! Denn die nächsten stressigen Tage werden kommen! Und da möchte ich nicht wieder in eine Phase hinein rutschen, wo ich einfach nur die Aufgaben abarbeite und die Zeit nur an mir vorbei rauscht! Jetzt ist die optimale Zeit, alles in die Wege zu leiten, um in den stressigen Phasen nicht den Kopf zu verlieren!

 

Meine „Problem“ aus dem letzten Monat haben sich quasi in Luft aufgelöst. Die Zeit sich sich wie aus Zauberhand wieder bei mir eingefunden. Vielleicht war sie nur kurz Besorgungen machen und nun habe ich meine 24 Stunden pro Tag endlich wieder 😉

Dennoch wird das Thema Zeitoptimierung weiterhin ein großes Thema bei mir sein, damit ich meine Schmucke-Picks im Januar / Februar nicht wieder in dieser Richtung leiten muss!

 

Wie gehst du mit stressigen Zeiten um? Schaffst du es, noch genügend Zeit für dich einzuräumen? Und wie gehst du mit der Ruhe nach dem Sturm um? Ich würde mich sehr über deine Tipps und Rituale freuen.

 

Einen schönen Sonntag wünsche ich dir, deine Ela

2 thoughts on “Schmucke-Rückblick #14 – November 2017

  1. Ein toller Beitrag von dir.

    Die schönen Zeitfresser, wenn man die nicht hätte, könnte man so viel machen. Hätte der Tag nur 50 Stunden, man könnte trotzdem nicht mehr schaffen. Ich selber habe nicht nur Zeit, sondern auch Geldfresser gefunden und versuche die auch zu lösen. Die unliebsamen Dinge, die man sich angehäuft hatte, müssen aufhören. Genauso die Dinge, die man am liebsten nicht machen sollte (Wäsche waschen) haben sich Menschen ausgedacht und du musst dich gar nicht dran halten.

    Daran habe ich mich noch nie gehalten, aber genauso versuche ich jeden Tag den gleichen Ablauf zu machen, was eigentlich auch blödsinnig ist. 😦

    1. Hallo Stephan. Da hast du leider recht, auch mehr Zeit würde nichts ändern. Je mehr Zeit man hat desto mehr kann man diese am Ende auch verschwenden.. bei dem Thema Geldfresser bin ich, denke ich, schon auf einem guten Weg! Geplante Mahlzeiten, um nichts zu verschwenden, lunchboxen und tea-to-go aus dem heimischen Regal machen hier wohl den größten Teil aus!

      Und ich denke, dass jeder Mensch anders gestrickt ist. Manche benötigen einen gewissen Rahmen und Tagesablauf um produktiv zu sein und die anderen schränken diese Regeln einfach nur ein. Probieren geht über studieren und es gibt ja auch da kein schwarz oder weiß. Die Mischung macht’s 😊

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